Einlagensicherung – Informationen zum Schutz von Kundengeldern

Bevor Du Dein Geld einem Broker anvertraust, solltest Du Dich vergewissern, ob Dein eingezahltes Geld sicher ist und ob Dein Broker auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten bestehen kann. Die Geschäftsberichte (Financial Statements) stehen Dir auf der Website von Interactive Brokers LLC (IB) zur freien Einsicht zur Verfügung. Bitte nimm in diesem Zusammenhang auch zur Kenntnis, dass sich IB und seine verbundenen Gesellschaften im Eigentum der Interactive Brokers Group LLC befinden.

Als einer der größten unabhängigen Online Broker weltweit verfügt IB über ein konsolidiertes Eigenkapital von mehr als 6 Mrd. US-Dollar. Damit zeichnet sich IB als sicherer und kapitalstärkster amerikanischer Broker aus. Darüber hinaus profitieren Trader davon, dass die Regulierung des Brokers aufgrund der zahlreichen Niederlassungen an diversen Stellen stattfindet. In den USA ist hauptsächlich die CFTC (Commodity Futures Trading Commission) und die SEC (Securities and Exchange Commission) zuständig. In Großbritannien wird der Broker von der FCA (Financial Conduct Authority) reguliert. In Deutschland ist IB bei der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registriert.

Kundengelder und Kapitalanlagen werden wie folgt abgesichert:

  1. Kundeneinlagen werden streng getrennt von IBs Eigenkapital auf segregierten Konten verwaltet. Dieser Trennungsschutz entspricht dem Kernprinzip des Dienstleistungsgeschäftes im Bereich Wertpapier- und Rohstoffbrokerage. Die SEC bzw. die CFTC bezeichnet dieses Trennungsprinzip mit den Begrifflichkeiten “reserve” oder “segregation”. Durch die gezielte Abtrennung von Kundengeldern wird erreicht, dass im Falle eines Zahlungsrückstandes oder gar bei Zahlungsunfähigkeit des Brokers, dennoch eine Rückerstattung von Kundeneinlagen, sofern keine ausgeliehenen Geldbeträge, Wertpapiere oder Future-Positionen vorhanden sind, sichergestellt ist.
  2. Kundeneinlagen sind im Falle des unwahrscheinlichen Eintretens einer Insolvenz von IB durch die SIPC (US Securities Investor Protection Corporation) geschützt. Der Schutz ist pro Kunde maximal auf $500.000 gedeckelt (Teil-Limit für Barmittel $ 250.000). Darüber hinaus sind Einlagen über eine bestehende Police mit Lloyd’s of London bis 30 Millionen US-Dollar pro Kunde (davon Teil-Limit für Barmittel von $ 900.000) geschützt. Damit werden die Wertpapierkonten von Kunden mit maximal bis zu 150 Millionen US-Dollar pro Schadensfall abgesichert.
  3. Sofern Position in Nicht-US-Indexoptionen, Nicht-US-Indexfutures sowie Metals und Cash-Positionen auf dem UKL-Konto bestehen, können Kunden den britischen FSCS (Financial Services Compensation Scheme) auswählen. Die FSCS deckt Schäden bis zu 50.000 britische Pfund pro Kunde ab. Das Kompensationsverfahren nach FSCS kann abgelehnt werden, falls ein Kompensationsverfahren mit dem US SIPC läuft oder bereits abgeschlossen ist.

Hinweis: Aufgrund von Regularien werden Positionen in Futures, Futures Optionen sowie Barbestände auf dem Commodities-Konto nicht abgesichert. Positionen in Futures und Futures Optionen werden darüber hinaus täglich abgerechnet, so dass die aus solchen Positionen erzielten Gewinne und Verluste jeweils am Ende eines Handelstages mit dem bestehenden Barbestand des Kontos verrechnet werden. Die zuvor beschriebene Absicherung von Kundengeldern und Kapitalanlagen gilt nur für Privatkunden und kleine Unternehmen. Unternehmen, die mindestens zwei der nachstehenden Kriterien erfüllen, gelten als Großunternehmen und können keine Ansprüche gegenüber den oben genannten Institutionen stellen. Die Schwellen sind wie folgt definiert:

  1. Aktiva von mindestens EUR 1 Mio.
  2. Nettoumsatz von mindestens EUR 2 Mio.
  3. Durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern im jeweiligen Geschäftsjahr von 50